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Gaza
Brücke zwischen Kulturen
6000 Jahre Geschichte
Sonderausstellung vom 31.1 bis 5.4.2010
Landesmuseum Natur und Mensch - Oldenburg
Der Landstrich Gaza, gelegen zwischen Ägypten und Israel, ist aufgrund seiner politischen Situation seit Jahren in den Schlagzeilen der Medien zu finden. Doch ist diese Region weit mehr als nur ein Kriegsschauplatz: 6000 Jahre Geschichte zeichnen den Gazastreifen als lebhafte und hoch spannende Zone des Kulturkontaktes aus.
Diese Ausstellung zeigt über 300 hervorragende Exponate des wechselvollen Miteinanders verschiedenster Kulturen – zum ersten Mal in Deutschland. |
Interkulturell auf allen Ebenen
Bemerkenswert für den Landstrich Gaza ist zu allen Zeiten seiner Geschichte das vielfälltige Miteinander, und zwar auf allen Ebenen des gesellschaftlichen Lebens. Neue Sprachen, die Einführung von neuen Rechtsordnungen, Alltagskulturen oder künstlerische Ausdrucksformen führen nie zur Aufgabe einer kulturellen Ausprägung.
Gaza bezeugt das Nebeneinander verschiednster Einflüsse. Das zeigt sich auch in der Religion, dennen bereits für die Geschichte des frühen Christentum war Gaza eine wichtige Brücke für das Bewahren alter Traditionen und das Aufnehmen neuer Strömungen.
Die Liste der Namen großer Kulturen, die in Gaza ihre Spuren hinterlassen haben, ist lang: Ägypter, Perser, Ptolemäer, Römer, Byzantiner, islamische Dynastien oder Osmanen, sie alle sind Zeugen von Austausch, Dialog und Toleranz.
Archäologische Forschungen der historischen Stätten unterstreichen die wichtige Rolle dieser Region als Hafenstadt zwischen drei Kontinenten sowie als Brücke zwischen zwei Erdteilen. Aufgrund dieser geografischen „Toplage“ verwundert es nicht, dass Gaza bereits in der Bronzezeit Verbindungen zu weit entfernten kulturellen Zentren pflegte und am regen Austausch technologischer Innovationen teilhatte.
Als Umschlagplatz des internationalen Fernhandels entwickelt sich der Landstrich von einer durch nomadische Hirten dominierte Region zu einer Metropole. Das zeigt sich vor allem in den einzigartigen kulturellen Hinterlassenschaften; z. B. Feinkeramik aus hellenistischer, Marmorskulpturen aus römischer oder Kapitelle aus byzantinischer Zeit. Nach der Zeit politischer Spannungen durch den Zerfall des oströmischen Reichs erlebt Gaza unter islamischer Herrschaft eine erneute Blütezeit seit dem ausgehenden 7. Jh.
Diese Sonderausstellung steht unter der Schirmherrschaft der UNESCO. Dass das Zusammenleben der Kulturen im Gazastreifen nicht immer konfliktfrei ausfiel, wird auch hier thematisiert. Doch wird gleichzeitig deutlich, dass seine Geschichte mehr als eine Aneinanderreihung von Kriegen und Eroberungen ist. Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit vielen spannenden Details zur Kulturgeschichte Gazas.
Pressetext Gaza-Ausstellung in Oldenurg
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| Gaza Austellung beim Aufbau |
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| Kuratorin Christina Wawrzinek beim Bestücken der Vitrine |
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| Prof. Dr. Mamoun Fansa erläutert die Chronologie Gaza |
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| Mosaikausschnitt, byzantisch, 6. Jh. n. Chr. |
Weitere Informationen: Link Homepage der Ausstellung
Landesmuseum Natur und Mensch - Oldenburg
Damm 38 - 44
26135 Oldenburg
Tel.: 0441-9244-300
Fax.: 0441-9244-399
Mail: museum@naturundmensch.de
Offnungszeiten:
Di-Fr 9:00 - 17:00 Uhr
Sa & So 10:00 - 17:00 Uhr
Mo geschlossen
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